Einfach machen: Anfangen auszumisten – Bücherregal

Seit gut einem Jahr nervt mich einiges, das sich in meinem Haushalt angesammelt hat. Aber wo fange ich an?

Zum Beispiel mit dem Bücherregal.

Vor sicher 20 Jahren habe ich mich entschieden, genau 1 Bücherregal nutzen zu wollen, ein übliches Billy, 80 cm breit, 2,36 Meter hoch. Damals habe ich gern und viele Bücher auch selbst gekauft.

Die Idee: Ein Regal in Bewegung

Ich lasse ein Regelbrett zu Beginn frei für Neukäufe und Bibliotheksbücher. Dann dürfen alle Lieblingsbücher bleiben. Wenn das Regal voll ist, wird aussortiert. Damit bleibt das Regal in Bewegung und ich kann und muss mir öfter mal neu überlegen, ob meine Liebglingsbücher wirklich noch meine Lieblingsbücher sind.

Das hat lange Zeit gut funktioniert, um so besser, als ich noch viel Kommodenplatz drum herum hatte – für Geschenke. Für Postkarten. Für Taschenlampen. Für – eben alles, was man sonst so irgendwo aufbewahren muss. Ich habe zwar ein Arbeitszimmer, das ist aber winzig. Nach Architektenangaben darf es nicht Zimmer heißen, sondern „Kammer“. Deswegen gibt es außer dem Bücherregal nur noch einen Container für Stifte und so weiter. (Es ist ein großer Container – der kommt wann anders dran.)

Das Bücherregal wurde also im letzten Jahr ungefähr 3 Mal umsortiert. Und trotzdem platzt es aus allen Nähten, siehe oben: Postkarten, Landkarten, Fotos, kleine Geschenke, Druckerpatronen, Sonnenbrillen (auch ein eigenes Thema ….).

Ganz ehrlich: Was ist ein Lieblingsbuch? Muss ich es besitzen?

Also muss ich wieder anfangen. Nein, stop – ich will anfangen. Meine Ausmist-Methode ist seit jeher gleich: Erstmal alles raus und dann Stück für Stück wieder reinstellen. Von Mal zu Mal fällt mir das leichter.

Trotzdem denke auch ich: Aber das könnte ich doch noch irgendwann brauchen? Das ist doch „noch gut“. So eine schöne Erinnerung. Die Sonnenbrille ziehe ich zwar seit 1 Jahr nicht mehr an, aber sie gefällt mir so gut.

Und gleichzeitig stört es mich, dass jedes Regalbrett bis quer über die Bücher voll ist. Nein – würden mir meine Erinnerungen fehlen? Je älter ich werde, desto mehr bekomme ich das Gefühl: Nö. Und ich kenne die Luftigkeit von freien Regalbrettern. Ah – eine positive Affirmation, nichts wie hin!

Nur der Anfang … ob ich den morgen mache? Später mehr.